Domain und Hosting – Der Weg der Website ins Netz

Mittlerweile sind weltweit über 349 Millionen Domains im Netz registriert. In diesem Fachbeitrag erklären wie Ihnen, wofür Sie Domain und Hosting benötigen, was eine Domain ist und wie diese registriert und gespeichert wird. Des Weiteren werden die Themen Content-Management-System (CMS), Webspace und Transport Layer Security (SSL) aufgegriffen.

Erst einmal kurz zu den Begrifflichkeiten: Nachdem Sie eine Website erstellt haben, beispielsweise mit dem CMS von WordPress (Software zur Erstellung von Content) muss diese im Netz gespeichert werden. Hosting gehört zu den Grundtechnologien des Internets. Es bezeichnet das Bereitstellen von Speicherplatz für das Veröffentlichen von Websites. Der bereitgestellte Speicherplatz für Websites, Onlineshops und Blogs wird auf dem Server eines Internet-Providers gespeichert. Ein Provider, wie 1&1 oder Strato, ist ein Anbieter für Dienstleistungen im Kommunikationsbereich. Beispielsweise ermöglichen sie ihren Kunden den Internetzugang durch bestimmte Leistungen.
Der Begriff Webspace bezeichnet den von den Providern bereit gestellte Speicherplatz für Daten auf einem Server. Auf diesen kann dauerhaft über das Internet zugegriffen werden. Gewährleistet wird der Zugriff durch die sogenannte Domain. Diese ist der weltweit eindeutige Name einer Website. Beachten Sie, die Domain nicht mit der URL der Website gleichzusetzen. Die URL, Uniform Ressource Locator, ist ein Standard, um bestimmte Inhalte (hauptsächlich Websites) aufzurufen. Die einzelnen URLs der Website rufen zum Beispiel die Startseite oder auch die einzelnen Unterseiten auf.

CMS Zugang

Bevor eine Website im Internet abrufbar ist, muss diese logischerweise erstellt werden. CMS ist die Abkürzung von „Content-Management-System“, was auf Deutsch Inhaltsverwaltungssystem bedeutet. Ein CMS ist eine Software zur gemeinschaftlichen Erstellung, Bearbeitung, Organisation, Darstellung und Verwaltung digitalen Contents. Der Content wird für Websites oder andere Medienformen mit Text, Bild, Video oder sonstiger Form verwendet. Generell organisiert und speichert das Content-Management-System Daten und erfüllt auch noch viele andere Aufgaben. CMS erleichtern heutzutage die Erstellung einer Website sehr.
CMS wird eingesetzt, um Websites zu betreiben. Beispiele für CMSs sind WordPress, TYPO3, Craft oder Joomla. Es gibt aber sehr viel mehr Web-CMSs, wobei einige relativ einfach und andere komplex und leistungsstark sind. Doch wie finden Kunden Ihre erstellte Website im Internet?

Was ist eine Domain und wie erfolgt die Registrierung?

Jede Website ist über eine einzigartige IP-Adresse erreichbar. Die IP-Adresse der Suchmaschine Google lautet beispielsweise: 142.250.186.35. Würde es keine Domains geben, müssten sich alle Nutzer des Internets Zahlenkombinationen merken. Einfacher lässt sich ein Name, eingebunden in einen festen Aufbau, merken. Deshalb gibt es Domains.
Alle Domains und die dazu gehörigen IP-Adressen sind Teil des Domain-Name-System (DNS).
Eine Domain ist in drei Teilbereiche aufgegliedert:

  • Top-Level-Domain

  • Second-Level-Domain
  • Third-Level-Domain

Die dritte Ebene wird als Third-Level-Domain oder Subdomain bezeichnet, über die immer eine bestimmte Anwendung angesteuert wird. Beispielsweise wird über www. immer der Webserver aufgerufen. Ein anders Beispiel für eine Subdomain ist das Kommunikationsprotokoll Hypertext Transfer Protocol Secure (https). Es verschlüsselt Inhalte im Netz, um Daten “abhörsicher” zu übertragen. Der zweite Teil der Domain ist die Second-Level-Domain, welche der Name Ihrer Website-Domain ist. Die erste Ebene ist die Top-Level-Domain (TLD) und befindet sich ganz am Ende der Domain. Die bedeutendste Gruppe der TLDs sind die generischen Top-Level-Domains (gTLDs) wie .com, .info oder .org. Die bekannte .de TLD gehört zu der Gruppe der Country Code Top-Level-Domains (ccTLDs). Eingeführt wurden ebenfalls neue TLDs wie .shop, .blog, .online oder .family. Insgesamt gibt es 280 Top-Level-Domains. Jede Top-Level-Domain wird durch eine Vergabestelle verwaltet. Für die .de Domain ist das zum Beispiel denic oder für .com ist das Verisign.

Für Endkunden ist es oftmals schwierig (beziehungsweise nicht möglich) bei den Vergabestellen direkt Domains zu registrieren. Deshalb übernehmen Domain Registrare die technische Abwicklung. Diese bieten Tools an, um nach verfügbaren Domainnamen und Erweiterungen zu suchen. Anschließend verkaufen sie Ihnen die einzigartigen Domainnamen. Außerdem sind die Registrierstellen mit allen Vergabestellen verknüpft.
Der Vorteil ist, dass Sie für alle Domains einen zentralen Vertragspartner haben. Außerdem haben Sie auch nur einen festen Ansprechpartner, wenn Sie Hilfe oder anderweitigen Support benötigen. Verschiedene Anbieter helfen Ihnen, Ihren Domainnamen zu registrieren, den Sie für Ihre Website verwenden. Häufig bieten diese Anbieter automatisch das Hosting mit an. Teilweise müssen Sie das Hosting separat dazu kaufen. Aber dazu im folgenden mehr.

Wozu wird anschließend Hosting benötigt?

Damit Ihre Website im Internet sichtbar wird, müssen Daten und Dateien Ihrer Website auf einem Webserver gespeichert sein. Hosting-Unternehmen betreiben mehrere Webserver an einem Ort, welcher als Rechenzentrum bezeichnet wird. Des Weiteren bieten Hosting-Unternehmen Softwaresicherheit, Support und die Netzanbindung an, ohne die Ihre Website nicht online gehen kann. Sie können also Speicherplatz auf Webservern eines Hosting-Unternehmens mieten und dort Ihre Websitedaten speichern, sodass Ihre Website weltweit zugänglich ist.

Vor – und Nachteile von kostenlosem Hosting

Neben kostenpflichtigem Webhosting gibt es zahlreiche Anbieter für kostenloses Hosting. Der offensichtliche Vorteil ist, dass Ihnen Webspace komplett kostenlos zur Verfügung steht. Ebenso bieten viele Anbieter kostenlose Extras und verständliche Anleitungen an, beispielsweise wie Sie die entsprechenden Dateien und Daten Ihrer Website auf den Server hochladen. Kostenloses Webhosting nutzen viele Website-Betreiber, um ihre Websites zu testen. Der große Nachteil von kostenlosem Webhosting ist das Einblenden von Werbung auf Ihrer Website. Hoster generieren durch diese Webeanzeigen ihre Einnahmen. Die geschalteten Anzeigen erscheinen am Rand als Banner oder Pop-up-Fenster. Allerdings kommt zu viel oder zusätzliche Werbung in der Regel schlecht bei Kunden an und wirkt sich negativ auf die Nutzererfahrung auf Ihrer Website aus. Für Nutzer wirkt es außerdem unseriös, wenn Sie keine eigene Domain haben. Ebenfalls verschlechtern sich die Ladezeiten, da Sie sich mit vielen anderen Anwendern den Server teilen müssen. Ein weiteres Problem für große Websites ist, dass der kostenlos zur Verfügung gestellte Speicherplatz häufig zu klein ist.

Ein weiteres Risiko von kostenlosem Hosting ist, dass es passieren kann, dass Websites gelöscht werden. Ebenso kann es vorkommen, dass Anbieter das kostenlose Webhosting vom Provider einstellen. Das Resultat aus beiden Gefahren ist ein nachträglicher Umzug Ihrer Webseite zu einem anderen Hoster.

Unsere Agentur empfiehlt Ihnen als Hosting-Anbieter zum Beispiel: Strato, Ionos, 1&1, United Internet und für größere Websites oder Online-Shops Mittwald oder Hetzner.

Was ist SSL und warum ist es wichtig?

Im Internet kommt ein Verschlüsselungsprotokoll zur sicheren Datenübertragung zum Einsatz. Diese Standardtechnologie heißt „Transport Layer Security“, bekannt unter der Vorgängerbezeichnung Secure Sockets Layer (SSL). SSL ist für die Absicherung von Internetverbindungen zuständig und schützt sensible Daten bei der Übertragung zwischen zwei Systemen. Anwendungen mit beispielsweisen personenbezogenen Daten können weder gelesen noch verändert werden. SSL stellt also sicher, dass übertragene Daten zwischen Benutzern und Websites oder zwischen zwei Systemen für andere nicht lesbar sind. Ab dem 25. Mai 2018 ist die SSL-Verschlüsselung von Websites Teil der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Auch Google legt im Rahmen der Rankings großen Wert darauf, dass Websites SSL nutzen.

Was sollten Sie tun?

Das gesamte Thema Hosting, Domain und Webspace bietet viele Herausforderungen und Hürden. Ohne Vorkenntnisse können schnell Schwierigkeiten auftreten. Unsere Agentur erstellt Ihnen nicht nur Ihre Wunsch-Website mit WordPress, Typo3 oder anderen CMS-Systemen. Gerne übernehmen wir auch technische Anpassungen und führen benötigte Updates durch. Wir unterstützen Sie selbstverständlich auch bei der Wahl Ihrer einzigartigen Domain und kümmern uns um deren Registrierung. Ebenfalls beraten wir Sie sehr gerne professionell bei der Wahl des richtigen Hosting-Anbieters und prüfen die Sicherheit Ihrer Website. Ihre Website liegt uns, der Online-Marketing-Agentur Melani Okon in Jena und Erfurt, am Herzen. Wir freuen uns auf Ihr Anliegen.